Wie es zu Fulda kulinarisch kam …

Als Genießer beschäftige ich mich seit Jahrzehnten mit Lebensmitteln, mit der Frage nach deren Erzeugung, Qualität und Geschmack. Darin bestärkt haben mich die vielen Nahrungsmittel-Skandale der vergangenen Zeit.
Also wollte ich wissen, was ich auf dem Teller habe. Ist es nur ein sattmachendes Nahrungsmittel, das eventuell sogar schädlich für mich ist? Oder ist es ein Lebensmittel – eben ein lebendiges Mittel zum Leben und woher kommt es! Wer stellt es mit welcher Einstellung und Philosophie her?!
Meine Erkenntnisse und Erfahrungen gebe ich gerne weiter, halte Vorträge und arbeite in verschiedenen Organisationen mit, die sich um unsere Lebensmittel kümmern (IG Für – Interessensgemeinschaft für gesunde Lebensmittel, Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft „Gelbe Rübe“, Weinhistorischer Konvent Fulda).

Im Herbst 2012 erzählten Freunde begeistert von einer kulinarischen Stadtführung, die sie erlebt hatten. Nach ein paar Gläsern guten Weins war dann die Idee geboren:

In Fulda sollte es soetwas auch geben!

Im Frühjahr machte ich mich dann ans Werk und fragte bei all den Läden und Gaststätten an, die nach meinen Vorstellungen in die kulinarische Stadtführung passen könnten. Es sollten kleine Betriebe sein, die mit Überzeugung, besonderer Qualität und Kreativität Delikatessen und unerwartete Gaumenkitzel zaubern. Und das mit möglichst nachhaltigen, regionalen und saisonalen Zutaten.

Zu dem ist Fulda die schönste Stadt Hessens und hat weit mehr zu bieten als Dom, Kirchen, Stadtschloss und barocke Prachtbauten. Bei den Recherchen habe ich dann festgestellt, dass gerade in den kleinen Gassen der Altstadt – oft sehr versteckt – die wahren Perlen der Genüsse und Kulinarik liegen.
So formte sich allmählich das Bild von einem Spaziergang durch die Geschichte und Kultur der Fuldaer Altstadt, kombiniert mit kleinen, genussvollen Kostproben in ausgewählten Restaurants, Feinkostläden und Manufakturen.
Eine Auszeit aus der Hektik des Alltags. Eintauchen in die Welt der Genüsse. Geschmack und Qualität erfahren mit allen Sinnen – total, neu und anders.

Den zarten Schmelz von Eis oder Schokolade langsam auf der Zunge zergehen lassen

Den Duft von frisch gebackenem Vollkornbrot erinnern

Kaffee-Röstern über die Schulter schauen

Die unglaubliche Fruchtigkeit von dunklem, zähfliessend tropfendem Brombeer-Balsamico ergründen

Selbst bei einem Seminar mit Marzipan formen

Herausfinden, ob die intensive Farbe von Gewürzen etwas mit ihrem Geschmack zu tun hat

Pikantes, Süßes, Rustikales in ungewöhnlichen Kombinationen erfahren

Ich wünsche uns allen viele neue, überraschende Erfahrungen

Ihr Martin von Mallinckrodt

“Für mich ist ein gutes Essen eines, das mich befriedigt – weil es mir schmeckt. Zum Genuss gehört, es mit Freunden und im Einklang mit der Natur einzunehmen”

Carlo Petrini, Gründer von Slow-Food